Abou Diarra

afro mit Reggae und Blueseinflüssen

Donnerstag, 30. November 2017 | 20.30 Uhr

Abou Diarras Musik fasziniert, ist eingebettet in die Jahrhunderte alte Wassoulou- und Malinke-Kultur, aber integriert auch Elemente des Reggae und Blues. Ein "Blues Mandingue" der seinen Ursprung an den Ufern des Niger hat und seine Mündung im Delta des Mississippi findet, begleitet vom Bluesharp Virtuosen Vincent Bucher, von Amadou Daou (Perkussion), dem Multiinstrumentalisten Moussa Koita und Laurent Loit am Bass.  

Abou Diarra ist kein Sänger, der sich aufdrängt, sondern eher ein stiller Beobachter, dessen Stimme dezent aber klar über die Melodie aufsteigt und Erlebtes und Durchdachtes mitzuteilen hat.

Geboren wurde er als Sohn einer Mandinka-Sängerin und eines Wassoulou-Stammeshäuptlings. Seine Mutter zu Festen und Hochzeiten begleitend, wuchs Abou Diarra mit der Musik seiner Herkunftsregion Sikasso im Süden Malis auf. Nach dem Tod seines Vaters verliess er sein traditionell geprägtes Dorf, wanderte mit seiner Bambara-Laute "N'Goni" über 4.000 Kilometer durch Westafrika, durch abgelegene Dörfer wie durch die grossen Metropolen und brachte dabei eine reiche Ernte an traditionellen Liedern wie urbanen Klängen ein. Auf seiner Wanderung lernte er auch den blinden Virtuosen Vieux Moussa Kante kennen, welcher sein Lehrmeister und langjähriger Begleiter wurde.

Bereits sein erstes Album »Kono Kan Bora« offenbarte Diarras Talent. Seine Musik fasziniert, ist eingebettet in die jahrhundertealte Wassoulou und Mandinka Kultur, aber integriert auch Elemente des Jazz, des Blues, des Reggae. Abou Diarras Name begann in Mali im Rundfunk, im Fernsehen und schliesslich in den Charts aufzutauchen. Diarra erweiterte den Tonumfang seiner "Kamale N'Goni" von 6 auf 14 Saiten, was ihm instrumental neue Ausdrucksweisen eröffnete. Es folgten die Alben "An Ka Belebele" (2010), "Sabou" (2013) und die nach seiner Mutter benannte und mit ihrer Mitwirkung entstandene CD "Koya" (2016), welche sich in die Schnittstelle von Tradition und Moderne einordnet. Ein "Blues Mandingue" der seinen Ursprung an den Ufer des Niger hat und seine Mündung im Delta des Mississippi findet.

Begleitet wird er vom Bluesharp Virtuosen Vincent Bucher, der unter anderem als Mitmusiker von Louisiana Red sozusagen als "pèlerinage aux sources", die Reise zum Ursprung unternahm und nebst Boubakar Traore auch bereits Diarras Lehrer  Moussa Kante in Bamako begleitete. In Bern ebenfalls mit Diarra zu hören sind Laurent Loit (Bass), Amadou Daou (Perkussion) und der aus einer burkinabe Griot-Familie stammende Multiinstrumentalist Moussa Koita, der Diarra schon bei mehreren Projekten begleitete.

www.musikerwelt.info

 

 

Türöffnung: 19.45 Uhr   |   CHF 30.-/25.-/20.- (GönnerInnen Musik der Welt / Kulturlegi/Studenten/innen und Lehrlinge mit Ausweis) /CHF 1.- pro Jahr für Kinder und Jugendliche bis 20 Jahre

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